Die Analyse von Mobilitätsemissionen hilft Unternehmen, Kosten zu senken, Vorschriften zu erfüllen und ihr nachhaltiges Image zu verbessern.

Unternehmen können durch die Analyse ihrer Mobilitätsemissionen Kosten sparen, Vorschriften einhalten und ihr Image stärken. Der Transportsektor ist für 24% der globalen energiebezogenen Emissionen verantwortlich, wobei Geschäftsreisen einen erheblichen Anteil ausmachen.
Fazit: Die Analyse von Mobilitätsemissionen ist nicht nur notwendig, sondern bietet auch klare finanzielle und strategische Vorteile. Unternehmen, die jetzt handeln, sichern sich langfristig Wettbewerbsvorteile und tragen aktiv zur CO₂-Reduktion bei.
Die Analyse von Mobilitätsemissionen ist ein effektives Mittel, um Kosten zu senken und strategische Vorteile zu sichern. Da der Transportsektor 19% der globalen Treibhausgasemissionen verursacht[1], bietet diese Methode eine solide Grundlage für die Bearbeitung von Themen wie Scope-3-Berichterstattung, regulatorische Anforderungen und Kosteneinsparungen.
Die Erfassung von Mobilitätsemissionen ist ein zentraler Bestandteil der Scope-3-Berichterstattung, da sie indirekte Emissionen aus Pendlerverkehr und Geschäftsreisen berücksichtigt. Thomas Becker, Vice President of Sustainability and Mobility Strategy bei der BMW Group, erklärt:
“Wir prüfen, wie wir den CO₂-Fußabdruck reduzieren können, zum Beispiel durch die vertragliche Verpflichtung aller unserer Batteriezellen-Lieferanten, ausschließlich erneuerbare Energien zu verwenden, wenn sie BMW beliefern.”[2]
Strengere gesetzliche Vorgaben zwingen Unternehmen dazu, ihre Emissionen genauer zu messen und zu reduzieren. Die Europäische Kommission plant, die CO₂-Emissionen von Neuwagen bis 2030 um 55% zu senken. Gleichzeitig führt die EPA in den USA neue Standards für Fahrzeuge der Modelljahre 2027 bis 2032 ein[3]. Ein Beispiel für die Konsequenzen mangelnder Einhaltung: Cummins musste im Dezember 2023 eine Strafe von 1,675 Mrd. US-Dollar zahlen, nachdem Manipulationsvorrichtungen bei 630.000 RAM-Pickup-Trucks entdeckt wurden[4].
Neben der Erfüllung gesetzlicher Vorgaben bietet die Analyse von Mobilitätsemissionen erhebliche finanzielle Vorteile. Eine Studie aus Minnesota zeigt, dass klimafreundliche Transportlösungen Einsparungen zwischen 2,4 und 5,0 Milliarden US-Dollar ermöglichen können[5]:
| Kostenart | Einsparungen 2030 | Einsparungen 2050 |
|---|---|---|
| Vermiedene Unfallkosten (Todesfälle) | $767,7 Mio. | $2,0 Mrd. |
| Vermiedene Unfallkosten (Verletzungen) | $478,2 Mio. | $1,3 Mrd. |
| Kraftstoff-/Ladekosten | $576,5 Mio. | $673,3 Mio. |
| Wartungskosten | $461,4 Mio. | $1,0 Mrd. |
| Luftqualitätsbedingte Kosten | $67,1 Mio. | $2,5 Mio. |
| Gesamteinsparungen | $2,4 Mrd. | $5,0 Mrd. |
Elektrofahrzeuge bieten zudem eine beeindruckende Energieeffizienz von 90%, verglichen mit nur 38% bei Verbrennungsmotoren[6]. Das führt zu deutlichen Einsparungen bei den Betriebskosten.
Um Emissionen präzise zu analysieren, sind bestimmte Daten unerlässlich. Diese bilden die Basis, um die betriebliche Mobilität besser zu verstehen und gezielt zu verbessern.
Die durchschnittliche Pendelzeit zur Arbeit beträgt 26,8 Minuten[7]. Für eine fundierte Analyse sind folgende Metriken wichtig:
| Metrik | Erforderliche Daten | Relevanz für die Emissionsanalyse |
|---|---|---|
| Pendelverkehr | Transportmittel, Entfernung, Häufigkeit | 69,2% der Arbeitnehmer fahren allein zur Arbeit[8] |
| Geschäftsreisen | Reisedauer, Zweck, Ausgaben | Durchschnittlich 4,1 Tage pro Reise, 632$ pro Trip[9] |
| Blended Travel | Kombination von Geschäfts- und Privatreisen | 33,8% aller Reisen im Jahr 2022 [10] |
Zusätzlich zu diesen Mobilitätsmetriken sind auch Fahrzeugdaten von großer Bedeutung.
Für eine umfassende Analyse der Emissionen werden folgende Informationen benötigt [11]:
Neben den Fahrzeugdaten spielen auch Arbeitsortmodelle eine zentrale Rolle bei der Bewertung der Emissionsprofile.
Der Arbeitsort beeinflusst die Gesamtemissionen erheblich. Eine genaue Betrachtung zeigt deutliche Unterschiede bei den täglichen CO₂-Emissionen [12]:
"Fernarbeit ist nicht kohlenstofffrei, und die Vorteile der Hybridarbeit sind nicht vollkommen linear. Jeder weiß, dass man ohne Pendeln Energie für den Transport spart, aber es gibt immer auch Auswirkungen auf den Lebensstil und viele andere Faktoren.” - Fengqi You, Roxanne E. und Michael J. Zak Professor für Energiesystemtechnik[13]
| Arbeitsmodell | CO₂-Emissionen pro Tag | CO₂-Emissionen pro Woche |
|---|---|---|
| Büroarbeit | 6,6 kg CO₂e | 33,02 kg CO₂e |
| Remote Work | 2,67 kg CO₂e | 13,35 kg CO₂e |
| Hybrid Work | 4,24 kg CO₂e | 21,22 kg CO₂e |
Vollzeit-Remote-Arbeit kann die Emissionen um bis zu 54% senken[14], während hybride Modelle mit zwei bis vier Tagen Homeoffice eine Reduktion von 11% bis 29% ermöglichen[15]. Diese Daten sind entscheidend, um wirksame Maßnahmen zur Emissionsminderung zu entwickeln.
Für eine genaue Analyse von Emissionen sind zuverlässige Methoden zur Datenerfassung entscheidend. Die Erhebung von Mobilitätsdaten erfordert systematische Ansätze und den Einsatz moderner Technologien.
Pendler- und Geschäftsreisedaten werden häufig über HR-Systeme wie HRMS oder HRIS gesammelt[16]. Diese Systeme bieten verschiedene Möglichkeiten zur Datenerfassung:
| Erfassungsmethode | Vorteile | Herausforderungen |
|---|---|---|
| Online-Umfragen | Einfach umzusetzen, erreicht viele Personen | Abhängig von der Teilnahmebereitschaft |
| HRMS-Integration | Automatisierte Erfassung, zentrale Verwaltung | Technische Integration notwendig |
| Zeiterfassungssysteme | Präzise Arbeitszeitdaten, einfache Handhabung | Reisedaten müssen separat erfasst werden |
Zusätzlich zu den Mitarbeiterdaten können moderne Tracking-Technologien wertvolle Informationen zur Fahrzeugnutzung liefern.
Telematiksysteme erfassen Echtzeitdaten zu Kraftstoffverbrauch und Fahrzeugnutzung. Ein Kunde von Wheels konnte durch den Einsatz von Telematik eine CO₂-Reduktion von 39,6% sowie Kraftstoffeinsparungen von 5 Millionen US-Dollar innerhalb von fünf Jahren erzielen[17].
"Nachhaltigkeitsberichte sind die neue Realität, aber sie können für viele Unternehmen auch eine Belastung darstellen. Der Bericht über die Treibhausgasemissionen von Geotab vereinfacht den Prozess der Emissionsberichterstattung für Fuhrparks, spart wertvolle Zeit und Ressourcen und liefert gleichzeitig Daten für strategische Entscheidungen."- Edward Kulperger, Senior Vice President, Europe bei Geotab [18]
Während Fahrzeug-Tracking-Systeme wichtige Echtzeitdaten liefern, bieten spezialisierte Softwarelösungen zusätzliche Möglichkeiten zur Integration und Analyse.
Die Wahl der passenden Methode hängt von der Unternehmensgröße, den bestehenden Systemen und den Anforderungen an die Berichterstattung ab. Datenschutz und eine offene Kommunikation mit den Mitarbeitenden sind dabei essenziell [19][20].
Nach der systematischen Erfassung relevanter Daten ist die Auswahl geeigneter Analysetools der nächste Schritt, um die betriebliche Mobilität effizienter zu gestalten. Mit der richtigen Software lassen sich Mobilitätsemissionen präzise analysieren, was die Umsetzung einer effektiven Nachhaltigkeitsstrategie unterstützt.

triply ist eine Plattform, die sich auf die Analyse betrieblicher Mobilität spezialisiert hat. Sie bietet leistungsstarke Funktionen und eine benutzerfreundliche Oberfläche:
| Kernfunktion | Beschreibung | Nutzen |
|---|---|---|
| Scope 3-Reporting | Automatische Erfassung und Analyse von Pendler- und Geschäftsreiseemissionen | Präzise Berichte für das Nachhaltigkeitsreporting |
| Mobilitätsmuster-Analyse | Visualisierung von Pendlerströmen und -verhalten | Verbesserte Planung von Mobilitätsangeboten |
| Kosten-Nutzen-Analyse | Bewertung verschiedener Mobilitätsoptionen | Grundlage für fundierte Entscheidungen |
“Das dreifache Mobilitätsaudit hat uns geholfen, unsere Mobilitätslandschaft besser zu verstehen und datengestützte Maßnahmen zu ergreifen, um Kosten und Emissionen zu reduzieren und gleichzeitig den Nutzen für unsere Mitarbeiter zu verbessern.” - Patrick Zinner, Nachhaltigkeitsmanager, Ringana[21]
Diese Funktionen schaffen die Grundlage für eine gezielte Analyse und Optimierung der Mobilität. Weitere Tools bieten zusätzliche Differenzierungsmöglichkeiten.
Unabhängig von der Plattform sollten bestimmte Funktionen in einem Emissions-Analyse-Tool nicht fehlen. Sie erleichtern den Analyseprozess und gewährleisten eine effiziente Nutzung:
| Funktion | Bedeutung | Anwendungsbereich |
|---|---|---|
| Automatisierte Analytik | Minimierung manueller Arbeitsschritte | Datenerfassung und -verarbeitung |
| Anpassbare Dashboards | Flexibilität bei der Berichtserstellung | Management-Reporting |
| Compliance-Tracking | Unterstützung bei der Einhaltung von Vorschriften | Regulatorische Anforderungen |
Die Wahl des richtigen Tools hängt von den spezifischen Anforderungen und der Unternehmensgröße ab:
| Tool | Hauptfokus | Besonderheiten |
|---|---|---|
| triply Basic | Kleine Organisationen | Grundlegende Analysen, Scope 3-Reporting |
| triply Professional | Mittlere Unternehmen | Erweiterte Dashboards, Mobilitätsoptimierung |
| triply Enterprise | Großunternehmen | Vollständige Anpassung, Expertenberatung |
"Der triply Mobilitätsaudit ist ein hervorragendes Instrument. Die Analyse dauerte weniger als eine Woche, und die Daten sind präzise und aufschlussreich. Die Mitarbeitermobilität ist ein großer Bereich, in dem Fehler gemacht werden können, aber triply hat uns geholfen, diese zu vermeiden." - Hans-Jörg Preining, Leiter der Abteilung Nachhaltigkeit & Wertpapiere, HYPO Oberösterreich [22]
Die Integration solcher Tools in bestehende Prozesse ermöglicht eine präzise Überwachung und Optimierung der Mobilität. Besonders hilfreich ist die Kombination aus akkurater Datenerfassung und aussagekräftiger Visualisierung, um fundierte Entscheidungen im Mobilitätsmanagement zu treffen.
Emissionsdaten können gezielt genutzt werden, um Mobilitätsemissionen zu senken. Durch genaue Messmethoden und fundierte Analysen lassen sich konkrete Verbesserungen erzielen. Aufbauend auf der präzisen Erfassung und Analyse von Emissionsdaten ergeben sich praktische Anwendungen.
Das GHG Protocol Corporate Standard bietet einen etablierten Rahmen für die Definition von Messstandards:
| Qualitätskriterium | Beschreibung | Bedeutung |
|---|---|---|
| Technologische Repräsentativität | Abbildung der eingesetzten Technologien | Exakte Erfassung der Emissionsquellen |
| Zeitliche Repräsentativität | Aktualität der Daten | Aussagekräftige Trendanalysen |
| Geografische Repräsentativität | Standortbezogene Daten | Berücksichtigung regionaler Unterschiede |
| Vollständigkeit | Umfassende Datengrundlage | Fundierte Entscheidungsbasis |
| Zuverlässigkeit | Qualität der Datenerhebung | Verlässliche Ergebnisse |
"Da immer mehr saubere Energie eingesetzt wird und die Schwankungen der Netzemissionen im Laufe eines Tages zunehmen, gibt es eine wachsende Chance, das Laden von Elektrofahrzeugen mit Zeiten geringerer Emissionen zu synchronisieren und Zeiten höherer Emissionen zu vermeiden.” - Christy Lewis, Leiterin der Analyseabteilung bei WattTime [23]
Nach der Definition von Messstandards ist es entscheidend, die zentralen Emissionsquellen zu bestimmen. Der Transportsektor ist dabei die größte direkte Quelle von Treibhausgasemissionen – über 94% der genutzten Kraftstoffe stammen aus Erdöl [24]:
| Emissionsquelle | Analysemethode | Optimierungspotenzial |
|---|---|---|
| Fahrzeugflotte | Analyse von Kraftstoffverbrauch und Fahrzeugtypen | Umstellung auf E-Fahrzeuge |
| Pendlerverkehr | Befragungen und Routenauswertungen | Förderung alternativer Mobilitätslösungen |
| Geschäftsreisen | Auswertung von Reisedaten und Verkehrsmitteln | Einsatz digitaler Meetingformate |
Die Reduktion von Transportemissionen gelingt durch gezielte Maßnahmen, die auf den analysierten Emissionsquellen basieren:
| Maßnahme | Einsparpotenzial | Umsetzungsempfehlung |
|---|---|---|
| Optimierte E-Fahrzeug-Ladung | 800 Pfund CO₂ pro Fahrzeug/Jahr [25] | Intelligente Ladesteuerung |
| Ladezeitmanagement | Bis zu 45% Emissionsreduktion bis 2030 [25] | Anpassung an die Netzauslastung |
| Flottentransformation | Entspricht dem Wegfall von 5,73 Mio. ICE-Fahrzeugen [26] | Schrittweise Integration von E-Fahrzeugen |
"Wir müssen 70 Millionen E-Fahrzeuge auf die Straße bringen und die Verkehrsemissionen bis 2030 um satte 45% reduzieren, um die entscheidenden Klimaziele zu erreichen. Emissionsoptimiertes, intelligentes Laden kann ein wertvolles Instrument sein, um dies zu erreichen." - Lynn Daniels, Managerin im RMI-Mobilitätsteam [27]
Durch den gezielten Einsatz von Emissionsdaten können Unternehmen nicht nur ihre Emissionen senken, sondern auch Kosten sparen.
Die Untersuchung der Mobilitätsemissionen spielt eine zentrale Rolle. Mit dem Transportsektor als Hauptverursacher von Treibhausgasemissionen (28% der gesamten US-Emissionen im Jahr 2022 [28]) wird es immer wichtiger, diese systematisch zu erfassen und zu reduzieren. Wie gezeigt, sind präzise Emissionsdaten entscheidend, um strategische Vorteile zu sichern.
Die wichtigsten Handlungsfelder lassen sich wie folgt zusammenfassen:
| Handlungsfeld | Potenzial | Empfohlene Maßnahmen |
|---|---|---|
| Strategische Integration | Wettbewerbsvorteil durch gezielte Scope-3-Strategie | Nutzung spezialisierter Tools zur Emissionsanalyse |
| Kosteneinsparung | Einsparungen von 10–15 Mio. € durch reduzierte Energiekosten bis 2025 [29] | Fokus auf Initiativen, die CO₂ reduzieren und Kosten senken |
Diese Felder verdeutlichen die zentralen Ansatzpunkte und führen direkt zu umsetzbaren Maßnahmen. Ein umfassender Ansatz ist entscheidend: Ein führendes Unternehmen der Halbleiterbranche konnte seine Scope-1- und Scope-2-Emissionen um etwa 10% stärker reduzieren als ursprünglich geplant [30]. Dabei sollten Emissionsreduktionen denselben Stellenwert wie Effizienzsteigerungen und Kostensenkungen erhalten.
"Die Dokumentation der finanziellen Auswirkungen von nicht-finanziellen Indikatoren hilft uns, unsere Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Anstatt einfach nur den Business Case für soziale oder ökologische Veränderungen darzulegen, haben wir jetzt die Zahlen, die das belegen." - Integrierter Bericht der SAP 2016 [31]
Die Integration von Emissionsanalysen in die Unternehmensstrategie erfüllt nicht nur regulatorische Vorgaben, sondern schafft auch neue Geschäftsmöglichkeiten – etwa durch „grüne“ Premiumprodukte. Diese Verbindung aus technischer Präzision und strategischem Denken bietet Unternehmen eine klare Chance, sich am Markt zu positionieren. Sie bildet gleichzeitig die Basis für weitere Verbesserungen im Mobilitätsmanagement.
Unternehmen können ihr nachhaltiges Image stärken, indem sie ihre Mobilitätsemissionen analysieren und aktiv Maßnahmen zur Reduktion von CO₂-Emissionen implementieren.
Die Analyse von Mobilitätsemissionen hilft Unternehmen, Kosten zu senken, regulatorische Anforderungen zu erfüllen und sich einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen.
Wichtige Daten für die Emissionsanalyse umfassen Informationen zum Pendelverkehr, Geschäftsreisen, Fahrzeugdaten und Arbeitsmodelle.
Unternehmen können Emissionen durch den Umstieg auf Elektrofahrzeuge, die Förderung von Homeoffice-Modellen und die Optimierung von Ladezeiten für E-Fahrzeuge senken.
Die Scope-3-Berichterstattung erfordert eine genaue Erfassung und Analyse von indirekten Emissionen, insbesondere aus Pendlerverkehr und Geschäftsreisen.